Die seelischen Ursachen von Krankheiten

Die seelischen Ursachen von Krankheiten

Raik Garve

Minuten Lesedauer

Wahrscheinlich weißt Du bereits, dass es in der Natur streng genommen keine Krankheiten gibt – zumindest nicht in dem Sinne, wie wir sie heutzutage kennen. 

Was es stattdessen gibt, in der Vergangenheit gab und in Zukunft immer geben wird, sind Symptome. Sowohl die Namen der Krankheiten als auch die Modelle, mit denen die Entstehung dieser altbekannten Symptome erklärt wird, unterliegen dem jeweils vorherrschenden Zeitgeist.

Im Lateinischen bezeichnet sinthoma das „Symptom einer Krankheit“. Das griechische symptoma leitet sich vom Stamm sympiptein ab und bedeutet übersetzt: "geschehen, zusammenfallen". Wikipedia spricht daraufhin von einem „zufallsbedingten Umstand“.

Jedes einzelne dieser Krankheitssymptome ist jedoch Teil eines keinesfalls zufällig startenden natürlichen Sonderprogrammes, dessen ausgeklügelter physiologischer Mechanismus dem Kundigen zeigt, in welcher Phase der biologisch sinnvollen Anpassung er selbst oder der Patient sich gerade befindet.

Aus dem Jahr 1751 stammt dann auch die Bedeutung von "hinweisend auf". Und Wikipedia schreibt: „Symptom bezeichnet in Medizin und Psychologie ein Anzeichen, Zeichen oder (typisches) Merkmal für eine Erkrankung oder eine Verletzung.“

Mit Zeichen sind also die Wirkungen und nicht die Ursachen gemeint. Denn hinter jedem sicht- oder fühlbaren Symptom verbirgt sich eine Ursache, die es in Abhängigkeit von der jeweiligen Auswirkung individuell herauszufinden und zu betrachten gilt.

Symptome sind die Sprache unseres Körpers, damit wir die seelischen Ursachen von Krankheiten leichter verstehen können. Daher sollte jeder an Gesundheit interessierte Mensch ihre tiefer liegenden Botschaften lesen können.

Welche das genau sind und was ihr tieferer Sinn ist, verrate ich Dir in meinem Blogartikel sowie im Video.


Inhaltsübersicht

Das Video zum Blogartikel.

Krankheit als Symptom

Symptome sind immer die Auswirkung einer bestimmten Ursache. Entsprechend verbirgt sich hinter jedem einzelnen Symptom auch eine entsprechende Botschaft.

Laut offizieller Definition ist ein Symptom ein typisches Merkmal jeglicher Art von Krankheit. Bevor ich auf die tieferen Botschaften eingehe, möchte ich Dir jedoch eine erweiterte Krankheitsdefinition vorstellen, die uns einen viel größeren Blickwinkel auf uns selbst und unseren Körper ermöglicht.

Krankheit ist der sicht- und fühlbare Ausdruck unserer eigenen Reaktions- bzw. Regulationsfähigkeit auf die entsprechenden Umweltreize. Und ein Symptom ist die Sprache, in der unser Körper diese ausdrückt.

Wie sehr wir uns den Veränderungen bzw. Umweltreizen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, anpassen können, zeigen uns die für uns mehr oder weniger deutlich wahrnehmbaren Symptome. Zumeist können wir diese sehen und fühlen – so zum Beispiel Rötungen oder Schwellungen. Das Maß ihrer Ausprägung spiegelt den Grad unserer Regulationsfähigkeit wider.

Durch diese Anpassungsreaktionen können wir in den verschiedenen wichtigen Bereichen das lernen, was uns hilft, ein langes gesundes und glückliches Leben zu führen.


Erstens: Ressourcen und Machbarkeit

Während Dein Körper sich an diese Widrigkeiten des Lebens anpasst, lernst Du etwas über Deine eigene individuelle Konstitution und Deine Ressourcen.

Bist Du eher ein robuster Mensch und hast Du vielleicht sehr viele Ressourcen zur Verfügung, mit denen Du auch mal großzügig umgehen kannst? Oder musst Du sehr auf Dich acht geben, weil Du von Deiner Konstitution her eher feinfühlig oder auch einfach nicht so widerstandsfähig bist bzw. Du nicht so viele Ressourcen zur Verfügung hast?

Auf jede Konstitution kannst Du Dich einstellen und Deine täglichen Lebensgewohnheiten entsprechend darauf ausrichten. Wichtig ist, dass Du Dir ihrer bewusst bist!


Zweitens: Individuelle Wahrnehmung

Jeder Mensch trägt in sich ein bestimmtes Weltbild, das wiederum auf bestimmten Glaubenssätzen beruht, die wir im Laufe unseres Lebens durch Erziehung sowie unsere Erfahrungen in der Kindheit verinnerlicht haben. Durch diese Wahrnehmungsbrille betrachten wir die Geschehnisse und Dinge im außen ebenso wie alles, was wir an und in uns selbst wahrnehmen.

Du kannst Krankheitssymptome somit als Deine Feinde oder Deine Freunde betrachten. Je nachdem, wie Du sie interpretierst. Wenn Du davon ausgehst, dass wir in einem Kosmos, also einer Ordnung leben, in der bestimmte Naturgesetzmäßigkeiten gelten und alles seinen Sinn erfüllt, kannst Du Dir zum Beispiel die folgenden Fragen stellen:

Was ist der tiefere Sinn von Symptomen? Haben sie eine bestimmte Botschaft für mich? Was sind die seelischen Ursachen von Krankheiten?


Drittens: Grundbedürfnisse

Anpassungsreaktionen, die sich in Form von sogenannten Krankheitssymptomen zeigen, lehren Dich auch viel über Deine ureigenen Bedürfnisse.

Ein Grundbedürfnis, das jeder Mensch hat, ist zum Beispiel das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit. Es spielt besonders in den ersten Lebensjahren eine große Rolle und entscheidet darüber, ob Du ein tieferes Vertrauen ins Leben und in Dich selbst entwickeln kannst.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Anerkennung durch andere Menschen. Davon, wie sehr Du durch andere wertgeschätzt wirst, hängt ab, ob Du einen entsprechenden Selbstwert und infolgedessen auch genügend Selbstvertrauen in Dich und in Deine Fähigkeiten entwickeln kannst.

Du lernst natürlich auch etwas über Dein Grundbedürfnis nach Schlaf und Nahrung. Es ist wichtig, zu regenerieren, um Dich für die Widrigkeiten des Lebens zu wappnen.

Ein weiteres wichtiges Thema ist Zugehörigkeit und Kontakt. Wie Du mit anderen Menschen in Wechselwirkung trittst, hängt davon ab, ob Du eher ein zurückgezogener Mensch bist oder ob Du den ständigen Kontakt zu anderen Menschen unbedingt für Dein eigenes Wohlbefinden brauchst.

Du lernst aber auch etwas über Dein Bedürfnis nach Autonomie, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Gerade in der heutigen Gesellschaft ist diese Erkenntnis sehr wichtig, um Deinen eigenen Platz im Leben finden zu können. 


Viertens: Bindung und Abhängigkeit

Deine Anpassungsreaktionen auf bestimmte Reize im Umgang mit anderen Menschen zeigen Dir auch viel über die Bindungen und Abhängigkeiten in Deinem Leben.

Von welchen Menschen oder welchen Situationen fühlst Du Dich abhängig? Welche sogenannten Anhaftungen bereiten Dir starke emotionale oder körperliche Schmerzen, wenn sie verletzt werden?

Derartige Erkenntnisse können Dir helfen, die seelischen Ursachen der Krankheiten zu heilen.


Fünftens: Denk- und Verhaltensmuster

Nicht zuletzt lernst Du durch sogenannte Krankheitssymptome auch etwas über Deineigenen Denk- und Verhaltensmuster. Du erfährst Deine Wirkung auf andere Menschen und wie andere Menschen auf Dich wirken. Beides hat einen großen Einfluss auf Dein Verhalten.

Magst Du Dich einmal darauf einlassen und Krankheit nicht nur als etwas Zufälliges betrachten, das einen heimtückisch überfällt und schwer belastet, sondern einen Sinn dahinter suchen?

Wenn Du Dich dafür öffnest und bereit bist, Dein Bewusstsein und damit auch Dein Weltbild zu erweitern, indem Du eine Symptomatik als Lehrmeister für Dein eigenes Leben betrachtest, kann Dir das tatsächlich zu mehr Gesundheit verhelfen.


Die seelischen Ursachen von Krankheiten

Organe des Menschens

Was sind nun die tieferen Botschaften von Symptomen? Was möchten uns bestimmte körperliche Veränderungen oder die damit verbundenen Gefühle zum Ausdruck bringen?


Erste Botschaft: Mangel oder Überschuss

Wenn ein Symptom uns zeigen möchte, wo sich in unserem Wesenssystem ein Mangel oder ein Überschuss verbirgt, betrifft das keineswegs nur die grobstoffliche Ebene, wie z.B. im Falle des Fehlens bestimmter Nährstoffe, sondern oft auch fehlende Wertschätzung oder Zuwendung.

Wenn zum Beispiel ein Mädchen oder ein Junge zu wenig Liebe erfährt, wird sich das im späteren Leben durch eine bestimmte Anpassungs-Symptomatik offenbaren. Wer sich dessen bewusst ist, kann dieses Thema auflösen und damit auch die entsprechenden Symptome.


Zweite Botschaft: Warnsignal

Der tiefere Sinn eines Symptoms kann zum Beispiel auch sein, dass es uns vor bestimmten Schäden, die sich in unserem Körper zukünftig ereignen könnten, warnen möchte.

Ein einfaches Beispiel sind Schmerzen. Nach dem Motto: Ändere Deine gegenwärtigen Verhaltens-, Denk- oder Bewegungsgewohnheiten – sonst kommt es zu einer entsprechenden Strukturschädigung. 


Dritte Botschaft: Entgiftung

Ein Symptom kann auch zum Ausdruck bringen, dass der Körper gerade bestimmte Giftstoffe ausscheidet. Schleimhautsymptome mit vermehrter Sekret- oder Eiterbildung, Rötung, Schwellung, Jucken – all das können Anzeichen sein, dass der Körper versucht, etwas abzugeben, was Deiner Gesundheit nicht zuträglich ist.

Entsprechend kontraproduktiv ist es, einen solchen Entgiftungsprozess durch Allopathie unterdrücken zu wollen. Wenn Du die Giftstoffe nach innen drückst, nimmst Du Deinem Körper die Möglichkeit, sie loszuwerden.

Der Begriff Allopathie (Alloptaheia) stammt aus dem Griechischen und bedeutet Fremdeinwirkung“. Der Begründer der Homöopathie Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843) bezeichnete damit die in der Schulmedizin übliche Behandlung vonKrankheitssymptomendurch Arzneimittel.

Vierte Botschaft: Ablagerung von Schadstoffen

Der Sinn eines Symptoms kann auch sein, dass der Körper etwas im Fett- oder Bindegewebe ablagert, um zu verhindern, dass es in den Blutkreislauf gerät oder in den Organen Schaden anrichten kann. Flecken an entfernteren Stellen – wie zum Beispiel Armen oder Beinen – können ein Hinweis darauf sein.


Fünfte Botschaft: Hinweis auf Selbstheilung

Symptome können auch Zeichen eines gerade ablaufenden Selbstheilungsprozesses sein.

Ein typisches Beispiel ist die Erneuerung von geschädigten Gewebeabschnitten. In der modernen Schulmedizin als Entzündung bezeichnet, ist es nichts anderes als ein Hinweis auf den Abbau nicht mehr intakter Strukturen.


Fazit: Alarmsignal und Zeichen für Heilung

Ich habe an dieser Stelle exemplarisch die wichtigsten Botschaften, die hinter einem Symptom stecken können, zusammengefasst. Ich hoffe, ich konnte Dir damit nahe bringen, dass jedes Symptom einen dahinter liegenden tieferen Sinn hat.

Bevor wir Symptome also leichtfertig als Fehlfunktion eines unperfekten Körpers, der vergleichbar mit einem Auto irgendwann einmal kaputt geht, ansehen, sollten wir uns fragen:

Welches sind die seelischen Ursachen von Krankheiten? Und was bedeutet die Fähigkeit, sich immer wieder an sich verändernde Widrigkeiten des Lebens anzupassen, genau?

Wenn wir unsere wahre komplexe Natur wahrnehmen, erkennen wir die wirklichen Ursachen für die Entstehung der verschiedenen Symptome.

Um sich trotz aller Herausforderungen des Lebens in einem gewissen Optimum bewegen zu können, braucht es Symptome. Sie sind zugleich Alarmsignal im Moment der Anpassung als auch Zeichen eines sich gerade vollziehenden Selbstheilungsprozesses.

Wenn Du mit dieser Sichtweise auf Dich selbst und Deinen Körper durchs Leben gehst – statt mit einem mechanistischen Weltbild und der entsprechenden Reparaturmentalität.

Wenn Du verstanden hast, dass unser Körper intelligent genug ist, um sich selbst heilen zu können und unser gesamtes Körper-Geist-Seele-System ständig versucht, uns in einen idealen harmonischen Zustand zu bringen – auch, wenn wir selbst nicht die eigene Bedienungsanleitung gelesen haben und daher auch nicht wissen, wie wir uns idealerweise zu verhalten haben:

Unsere Körperintelligenz arbeitet permanent für uns. Nur leider schaden wir uns aufgrund von Unbewusstheit sowie mangelndem Wissen über diese Zusammenhänge oft selbst.

Erfahre im Online-Seminar von Raik Garve, welche 6 konkreten Heilungshindernisse es gibt, die Du unbedingt kennen solltest. Lerne meine praxiserprobte 5-Säulen-Strategie näher kennen, mit der Du eine lebenslange Gesundheit erzielen kannst.

Zum Online-Seminar über Selbstheilung und Verjüngung

Bis dahin wünsche ich Dir alles Gute und vor allem bleib gesund!

Über den Autor RAIK GARVE

Raik Garve ist seit 2005 Gesundheitslehrer und Dozent in der Erwachsenenbildung. In seinen im gesamten deutschsprachigen Raum gehaltenen Vorträgen, Seminare und Webinaren vermittelt er seit vielen Jahren verständlich und praxisnah das gesamte Spektrum der Schul-, Natur- und Informationsmedizin. Das Ziel seiner Arbeit ist die Synthese von Erkenntnissen der klassischen Lehrschulmedizin mit der Jahrtausende alten Erfahrungsheilkunde zu einem für jeden Menschen leicht nachvollziehbaren und praktisch im Alltag umsetzbaren Gesamtkonzept. Mit diesem Wissen kann jeder zum Experten für die eigene Gesundheit werden.

Werde Experte für Deine Gesundheit

Weitere spannende Beiträge

Das Geheimnis wahrer Selbstheilung und Verjüngung

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner