Ein Schlüssel auf dem Holzboden mit der Frage Was ist Gesundheit

Was ist Gesundheit? Dem unbekannten Wesen auf der Spur

Raik Garve

Minuten Lesedauer

Heutzutage haben wir einerseits Zehntausende von verschiedenen Krankheitsbildern und andererseits Hunderttausende von verschiedenen Krankheitsexperten, darunter Ärzte, Heilpraktiker, Zahnärzte und sonstige Therapeuten. Doch was ist Gesundheit?


Inhaltsübersicht

Was ist Gesundheit?

Eine sehr alte Definition von Gesundheit besagt, dass alles, was keine Krankheit ist, Gesundheit ist - oder anders ausgedrückt, die Abwesenheit von Krankheit und Krankheitssymptomen ist gleichbedeutend mit Gesundheit.

Die landläufige Auffassung von Gesundheit in der herkömmlichen Heilkunde und Medizin entspricht im Grunde einem Stein: Es ist ein statischer, unveränderlicher Zustand, der einmal klar definiert wurde.

Zustand oder bestimmtes Maß körperlichen, psychischen oder geistigen Wohlbefindens; Nichtbeeinträchtigung durch Krankheit

Alles, was von diesem Idealzustand abweicht, wird als Krankheit oder als Befindlichkeitsstörung bezeichnet. Je stärker man von diesem Idealzustand abweicht, desto kränker ist man und desto mehr Hilfe benötigt man. Beantwortet dies die Frage: Was ist Gesundheit? Nein!

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Gesundheits-Krankheits-Dynamik

Doch diese statische Vorstellung mit dem Stein wird dem Leben nicht gerecht, denn das Leben bedeutet Veränderung und das wiederum bedeutet Dynamik. Wir haben auf der einen Seite den Bereich Krankheit und auf der anderen Seite den Bereich Gesundheit.

Dazwischen gibt es eine Art Gesundheit-Krankheit-Kontinuum, eine Art Schiene, die sich hin- und herbewegt. Jeder Mensch befindet sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremzuständen, idealerweise in der Mitte.

Erklärung Was ist Gesundheit - Ein dynamisches Kontinuum zwischen Krankheit und Gesundheit

Wenn man durch den täglichen Lebenswandel irgendwann in den Bereich der Krankheitsentstehung, der sogenannten Pathogenese, abrutscht, bekommt man irgendwann Befindlichkeitsstörungen oder schwerwiegende Symptome.

Dann merkt man, dass man etwas tun muss. Das ist der Zeitpunkt, an dem die meisten Menschen reaktiv werden. Sie versuchen dann den Schmerz oder die Störungen auf irgendeine Weise rückgängig zu machen.

Dafür nutzen die meisten Menschen das Angebot der heutigen Medizin, also die verschiedenen Medikamente und Therapien. Das Ziel ist dabei vorerst ein schmerzfreies Dasein.


Die Salutogenese

Auf der anderen Seite haben wir die Gesundheit, die sogenannte Salutogenese. Doch was ist Gesundheit, was ist gesund? Und wie entsteht sie letztendlich? Unter anderem durch unsere tägliche Lebensweise.

Der menschliche Körper ist so konzipiert, dass er einer unendlichen Anzahl von Veränderungen und Angriffen durch seine Umwelt widerstehen kann. Das Geheimnis guter Gesundheit liegt in der erfolgreichen Anpassung an die wechselnden Belastungen, denen der Körper ausgesetzt ist.

Harry J. Johnson

Menschen, die sich von diesem Nullpunkt aus in Richtung Gesundheit bewegen, sind sehr proaktiv: Sie warten nicht auf Beschwerden, sondern betreiben Prävention. Sie versuchen durch Sport, Ernährung, richtige Regeneration ihre Ressourcen so weit aufzufüllen und zu stärken, dass sie gar nicht erst in den anderen Bereich gelangen.

Das ist eine dynamische Bezeichnung oder Betrachtung von diesem Wechselspiel. Jeden Tag sind wir durch die Reize des Lebens und durch konstante Veränderungen immer wieder mehr oder weniger auf der einen oder anderen Seite. Letztendlich geht es darum, ob man wartet, bis etwas passiert und dann reagiert, oder ob man Prävention betreibt.

Vorbeugen ist besser als heilen.

Sebastian Kneipp


Was ist Gesundheit? - Die Qualität deiner Beziehungen

Kommen wir nun zur Frage: Was ist Gesundheit? Ich persönlich habe im Laufe der Jahre eine sehr einfache Definition gefunden, die nur aus drei Worten besteht: Gesundheit ist die Qualität deiner Beziehungen.

Diese Definition der Bezeichnung beinhaltet letztendlich alles, was wirklich wichtig ist: Beziehungen sind nichts anderes als ein dynamischer Austausch von Energie und Information.

Im Fall von Gesundheit geht es um den Austausch von Lebensinformationen zwischen verschiedenen Menschen, verschiedenen Lebewesen und dem Großen und Ganzen. Beziehungen sind immer dynamisch, weil sie sich immer entsprechend verändern. Es gibt drei Ebenen, auf denen diese Beziehungen stattfinden.

Die Beziehung zu dir selbst

Die erste Ebene beschreibt die Beziehung zu dir selbst. Es ist die Beziehung oder das Wechselspiel zwischen deinem grobstofflichen Körper, deiner Psyche oder deinem Verstand und deiner Seele, deinem Geist und deinem Gewissen.

Frau schaut sich im Spiegel an - Beziehung zu dir selbst

Wenn du nach deinem Gewissen lebst, bist du mit dir selbst im Reinen. Lebst du gegen dein Gewissen, entstehen schon Reibereien, innere Konflikte, die dich dann von dir selbst wegführen. In dem Fall bist du nicht mehr im Lot mit deinen verschiedenen Daseinsaspekten: Körper, Psyche, Seele, Geist, Gewissen.

Die meisten Menschen haben in diesem Bereich bereits ihre ersten Probleme. Und das hängt den sogenannten feinstofflichen Bereich an und arbeitet sich dann, wenn es lange genug anhält, letztendlich bis auf den grobstofflichen Bereich herunter. So entstehen im Grunde die körperlichen Symptome.


Beziehung zu anderen Menschen

Die zweite Ebene ist die Beziehung zu anderen Menschen und deinen Mitgeschöpfen. Das heißt, Partner, Familie, Kinder, Eltern, andere Mitmenschen, aber eben auch Tiere, Pflanzen und alles, was lebt.

Freunde picknicken in der Abenddämmerung - Beziehung zu anderen Menschen

Die meisten Probleme entstehen heute im zwischenmenschlichen Bereich, wo Menschen zusammenkommen und miteinander interagieren, wie zum Beispiel zuhause, am Arbeitsplatz oder bei Freunden.


Beziehung zum Kosmos

Die dritte Ebene gibt den ganz großen Rahmen. Es ist die Beziehung zum großen Ganzen, zum Kosmos, zur großen Ordnung, zum Leben, zur Natur und zu Gott. Wir Menschen sind letztlich nichts anderes als ein Abbild des sogenannten Makrokosmos, in den wir als Mikrokosmos eingebunden sind.

Mann auf Felsvorsprung schaut in die Berglandschaft - Beziehung zum Kosmos

Dadurch sind wir darauf angewiesen, mit dem großen Ganzen in Wechselwirkung und Wechselbeziehung zu stehen, damit wir gesund bleiben können. Das erreichen wir durch Selbstreflexion und Reflexion der Beziehungen auf allen drei Ebenen.


Wie du deine Beziehungen heilst

Überlege dir, auf welcher dieser Ebenen du Probleme hast, wo die Energie und Information nicht sauber hin- und herfließen kann, wo Blockaden vorhanden sind. Dann weißt du, wo du hinschauen musst, um dort wieder mehr Bewusstsein reinfließen zu lassen, Blockaden zu transformieren oder irgendetwas zu integrieren.

In der Psychologie spricht man von Schatten, die man abgespalten hat. Das sind Themen, die im Unterbewussten schlummern und die man durch aktives Hinschauen ins Bewusstsein holt, um sie dann wieder in seine Ganzheitlichkeit zu integrieren.

Auf diese Art und Weise wird man wieder ganz und bekommt mit sich selbst wieder eine gute Beziehung. Dadurch erhält man auch eine gute Anbindung an das große Ganze. Letztendlich führt diese innere Harmonie und innere Balance zu einem anderen Umgang mit anderen Menschen und Mitgeschöpfen im Außen.

Ich hoffe, dies beantwortet die Frage: Was ist Gesundheit? Es mag sehr komplex wirken, aber aus meiner Sicht verbindet diese Definition von Gesundheit alle wichtigen Aspekte, die für Gesundheit, für Wohlbefinden, für Lebensglück und für Erfüllung notwendig sind.


Zusammenfassung

Um Gesundheit zu erhalten, ist es wichtig, nicht nur auf den eigenen Körper zu achten, sondern auch auf die Beziehungen zu anderen Menschen und zur Welt im Allgemeinen.

Die Erkenntnis, dass Gesundheit ein dynamischer Zustand ist, der zwischen Krankheit und Wohlbefinden liegt, kann dabei helfen, eine proaktive Einstellung zur Gesundheitsvorsorge zu entwickeln.

Um die Qualität der Beziehungen zu verbessern, ist es empfehlenswert, sich auf allen drei Ebenen regelmäßig zu reflektieren und abgespaltene Themen zu integrieren.

Letztendlich kann eine innere Harmonie und Balance nicht nur zu einem besseren Umgang mit anderen Menschen und Mitgeschöpfen führen, sondern auch zu mehr Wohlbefinden und Lebensglück.

Es ist wichtig, sich selbst und seine Beziehungen nicht als statisch zu betrachten, sondern als etwas, das sich ständig verändert und weiterentwickelt. Nur so kann man langfristig gesund bleiben und ein erfülltes Leben führen.

Umsetzbare Schritte, um die Qualität der Beziehungen zu verbessern, sind beispielsweise regelmäßige Kommunikation und Wertschätzung gegenüber anderen, sowie die Integration von abgespaltenen Themen durch Selbstreflexion und aktives Hinschauen.

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Über den Autor RAIK GARVE

Raik Garve ist seit 2005 Gesundheitslehrer und Dozent in der Erwachsenenbildung. In seinen im gesamten deutschsprachigen Raum gehaltenen Vorträgen, Seminare und Webinaren vermittelt er seit vielen Jahren verständlich und praxisnah das gesamte Spektrum der Schul-, Natur- und Informationsmedizin. Das Ziel seiner Arbeit ist die Synthese von Erkenntnissen der klassischen Lehrschulmedizin mit der Jahrtausende alten Erfahrungsheilkunde zu einem für jeden Menschen leicht nachvollziehbaren und praktisch im Alltag umsetzbaren Gesamtkonzept. Mit diesem Wissen kann jeder zum Experten für die eigene Gesundheit werden.

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